Wildes Rauchfleisch

Wildes Rauchfleisch

 
Kalträuchern zu Rauchfleisch oder Schinken

Zutaten:

Wildbret (hier: eine Rehkeule, zerlegt und pariert)

pro Kilo Fleisch:

  • 35g Nitritpökelsalz (NPS)
  • 2g Zucker
  • 2g Pfeffer

optional:

  • getrocknete Kräuter
  • Wacholderbeeren
  • Piment
  • Koriandersaat

Werkzeug: 

  • Vakuumierer
  • Sparbrand
  • Bucheholzspäne 
  • Metzgerschnur / -Netz
  • Räucherofen / Kugelgrill oder vergleichbares

 

So wirds gemacht:

Aus allen Gewürzen eine Pökelmischung herstellen. Die parierten Fleischstücke damit einreiben, in einen Vakuumbeutel geben, die restliche Pökelmischung mit dazu geben und in den Kühlschrank legen. Pro Zentimeter Fleischdicke 1 Tag plus 2 zusätzlich. Die Nuss hatte hier 5cm dicke, daher war Pökelzeit 1 Woche. Die Fleischstücke im Kühlschrank jeden Tag wenden. Sobald das Fleisch fertig gepökelt ist wird es aus dem Beutel genommen und mit kaltem Trinkwasser gründlich abgewaschen. Mit einem geeigneten Gegenstand (ich habe hier ein Einstichthermometer verwendet) ein Loch ins Fleisch stechen und mit Metzgergarn eine Schlaufe zum aufhängen binden. Alternativ das Fleisch in ein Netz geben. Jetzt wird das Fleisch an einem trocken, kühlen Ort zum trocknen aufgehängt (wird auch als Durchbrennen bezeichnet). Am darauffolgenden Tag wird das Fleisch in den Räucherofen (in meinem Fall den Drehspieß am Kugelgrill) aufgehangen und der Sparbrand mit Räuchermehl angesteckt. Je nachdem dauert ein Rauchvorgang 8-12h. Die Temperatur sollte zwischen +1-10°C betragen, der Sparbrand nur glimmen. Nach dem ersten Kalträuchervorgang wird das Fleisch wieder zum trocknen aufgehängt. Je nach gewünschter Rauchintensität wird am Folgetag der Räuchergang wiederholt, wieder für einen Tag aufgehängt etc. Je nach gewünschter Konsistenz kann man das Rauchfleisch jetzt einige Tage zum Schinken reifen lassen oder zeitnah als Rauchfleisch ins Vakuum ziehen. 

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers

Wilde Hotdogs

Wilde Hotdogs

Edel und so gar kein Fastfood

Zutaten je Hotdog:

  • 1 Hotdogbun (ich bevorzuge hier Baguettebrötchen vom Bäcker)
  • 1 Wild(brat)wurst
  • Toppings nach Wahl
    • zum Beispiel geschmolzener Käse
    • Röstzwiebeln
    • Jalapenos
    • Rotwein-Zwiebel-Cranberry-Chutney
    • Cornichons
    • Silberzwiebeln
    • Baconwürfel
  • Soße nach Wahl
    • zum Beispiel Trüffelmayo
    • Sriacha-Mayo
    • Senf
    • Ketchup

Zubereitung:

Einfache Variante: Würstchen in der Pfanne braten oder im siedenden Wasser erhitzen falls es eine Brühwurst ist, in Das Brötchen von oben ein V einschneiden, Wurst hineinlegen, mit Toppings belegen und genießen.(Rechtes Beitragsbild)

Wenn ich ein  wenig Zeit habe, bereite ich die Würste etwas anders zu (linkes Beitragsbild). Zuerst den Grill auf indirekte Hitze für ca. 170°C vorbereiten und einheizen. Die WIldwürste im indirekten Bereich platzieren und Räucherchips auf die Glut geben. Zwischenzeitlich mal wenden damit der Rauch die ganze Wurst erreicht. Sobald die Würste eine dunkelrote Farbe haben sollten sie fertig sein. Sollte man sich nicht sicher sein kann man eine Wurst anschneiden und schauen ob sie durch sind. Dauer sind hier etwa 15-20 Minuten. Auch hier das Brötchen von oben V-förmig einschneiden, Wurst darin platzieren und mit Topptings belegen. Bei solch aufwändigen Hotdogs dürfen auch die Toppings entsprechend sein.

Tolle Toppings sind hier: geschmolzener Käse, Rotwein-Zwiebel-Cranberry-Chutney und Trüffelmayo (Titelbild links) oder geschmolzener Käse, gebratene Zwiebeln, Jalapenos und Sriachamayo (Titelbild rechts). Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, dürfen aber ruhig auch edel sein.

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers

Gyros oder Döner vom Wildschwein

Gyros oder Döner vom Wildschwein

Vom Drehspieß auf dem Kugelgrill
Wilddöner
Wilddöner

Fürs Fleisch:

  • Wildschweinnacken (hier etwa 1kg)
  • 200g griechischen Joghurt
  • etwa 100ml Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4EL Gyrosgewürz
  • 1 Zwiebel

Fürs Grillen:

  • Grill mit Drehspieß
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • das marinierte Fleisch

 

So wird’s gemacht:

Das Fleisch noch leicht gefroren auf der Aufschnittmaschine in 6-8mm dicke Scheiben aufschneiden. Geht auch mit dem Messer, tatsächlich aber am besten wenn das Fleisch nur angetaut ist. Die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und fein reiben, zusammen mit den anderen Zutaten eine Marinade zusammenrühren und das Fleisch am besten darin über Nacht durchziehen lassen.

Am nächsten Tag den Grill auf 200°C indirekte Hitze vorbereiten. Die Gemüsezwiebel halbieren, eine Halteklammer auf den Spieß schieben und dann das Fleisch aufspießen. Mit der zweiten Hälfte der Zwiebel abschließen und die zweite Klammer setzen. Fas Fleisch sollte möglichst fest sitzen. Den Spieß auf den Grill geben, den Spieß anschalten und nach etwa 40-50 Minuten darf man schon mal gucken wie weit das Fleisch ist. Ist es schön gebräunt mit einem möglichst langen Messer das Fleisch vom Spieß dünn in eine darunter gestellte Schale abschneiden. Das kann man dann alle 15-20 Minuten wiederholen.

Egal ob mit Knoblauchsoße, Sriacha-Mayo, Salat, Tomate, Zwiebeln und Feta im Brötchen oder als Gyros-Teller, es ist einfach ein Genuss! Der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers

Wilde Pizza vom Kugelgrill

Wilde Pizza vom Kugelgrill

Gut vorzubereiten und einfach lecker!
Pizza
Pizza

Für den Teig (2 kleine Pizzen):

  • 250g Mehl (00 Mehl oder spezielles Pizzamehl) sowie etwas Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche sowie des Pizzasteins
  • 150ml lauwarmes Wasser
  • 1TL Salz
  • 3g frische Hefe

Für die Soße:

  • 1/2 Dose stückige Tomaten
  • eine Prise Zucker
  • Salz & Pfeffer
  • Italienische Kräuter

Belag:

  • nach persönlichen Vorlieben, hier:
  • Rehsalami
  • Büffelmozzarella
  • Basilikum
  • Rucola

Zubehör:

  • Grill mit Deckel
  • Pizzastein
  • Briketts und Brennholz

 

Der Teig braucht am längsten, daher fangen wir hiermit an. Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zum Mehl geben. Teig etwa 15 Minuten kneten lassen, dann erst das Salz dazu geben und weitere 5-10 Minuten kneten lassen. Es entsteht ein glatter, glänzender und klebriger Teig. Nach dem Kneten den Teig in 2 Portionen aufteilen und mit einem feuchten Tuch abdecken. Der Teig sollte jetzt mindestens 5-6h gehen. eine halbe Stunde bevor wir mit dem Teig weitermachen, sollten wir den Grill vorheizen. Ich habe genug Briketts vorgeglüht um beide Kohlekörbe am Grill fast voll zu machen. Den Pizzastein dann auch schon auf den Grill legen und vorheizen. Auf ein Arbeitsbrett o.Ä. etwas Mehl geben und darauf den Teig möglichst dünn ausrollen oder ziehen. Im Optimalfall dünner wie 5mm, da der Teig im Grill noch etwas hochgeht. 
Für die Soße alle Zutaten in einen Mixbecher geben und mit dem Schnellmixstab kalt pürieren. Den Boden dünn mit Soße besteichen und mit den gewünschten Zutaten belegen. Jetzt auf die glühenden Kohlen im Grill dünne Brennholzstücke geben und den Grill richtig aufheizen, das Thermometer auf dem Deckel hat weit über 300°C angezeigt. Sobald der Grill heiß ist, etwas Mehl auf dem Pizzastein geben, die Pizza darauf legen und den Deckel aufsetzen. Nach 2-3 Minuten die Pizza um 90° drehen und weitere 2-3 Minuten backen. Sieht der Teig gut aus, ist die Pizza fertig und kommt runter. Jetzt noch mit frischen Rucola und Basilikum belegen und genießen.

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers

Nutria-Grillspieße

Nutria-Grillspieße

angelehnt an ein Rezept vom Wild Kitchen Project
Nutriaspiess

Zutaten:

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und mit ein paar Löffeln Olivenöl vermengen. Auf die Spieße stecken und 6-7 Minuten von allen Seiten über direkter Hitze grillen. Mit dem Pesto zusammen servieren.

Dazu passt wunderbar ein mediterraner Salat, gebackener Feta und Brot.

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers

Feldhase aus dem Dutch Oven

Feldhase aus dem Dutch Oven

Geschmorter Feldhase in Glühweinsoße mit Rosinen und Pinienkernen

Eins vorweg: Wer keinen Dutch Oven hat, kann das Rezept auch ganz normal im Bräter im Backofen zubereiten.

Zutaten:

  • 1 Feldhase
  • 200g Speck
  • ca. 0,5l Glühwein
  • ca. 700ml Wildfonds
  • Schwarzbrot nach Bedarf (zum Binden der Soße)
  • Rosinen
  • Pinienkerne
  • Essig
  • Zucker, Salz & Pfeffer

 

Den DO mit Unterhitze vorwärmen. Speckwürfel auslassen, in der Zeit -sofern nicht eh schon geschehen- den Hasen in 2 Keulen, 2 Blätter und den Rücken zerwirken.
Filets und Rückenmuskel habe ich aus Platzgründen ausgelöst und den Rücken gedrittelt. Ist der Speck ausgelasen kommt er raus und der Hase wird in dem Fett angebraten. Am besten portionsweise. Ist das passiert, wird mit einem großen Schluck Glühwein (bei mir knapp 0,5Liter) abgelöscht und der Bratensatz gelöst. Dazu kamen dann etwa 700ml Wildfond. Deckel drauf und dann ne gute Stunde bei etwa 180°C schmoren. In Anbetracht des hier vorherrschenden Wetters kam der ft6 in den Backofen. In der Zwischenzeit kann man die pinienkerne anrösten. Ist die Stunde rum und lässt sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen, kommen Fleisch und Speck raus. Dann kommt zur Bindung Schwarzbrot (Pumpernickel) in die Soße. In Ermangelung einer Passiermühle hab ich den Stabmixer genommen. Hier kommt es auf die persönliche Vorliebe der Soßenkonsistenz an. Am besten ausprobieren. Ist die Soße soweit fertig, kommen Fleisch, Speck, eine Handvoll Rosinen und die Pinienkerne dazu. Ich hatte von letzteren 50g, das war etwas zu viel, man hat sie vorgeschmeckt. Mit Salz, Pfeffer, 1 EL Essig und Zucker abschmecken und mit Klößen, Nudeln oder ähnlichem servieren.

Weitere Rezepte und Bilder findet man bei Facebook und Instagram.

Instagram: wilde_Gaumenfreuden

Facebook: Wilde Gaumenfreuden – Aus der Küche eines Berufsjägers